Aktien + Gold + Erdbeeren

Wenn Sie den Sommerausbruch auch zum Walking oder Jogging nutzen, sollten Sie mal Rast auf einem Hügel machen, von dem aus Sie Fernsicht in alle Richtungen haben. Und dann nehmen Sie sich mal ein paar Minuten Zeit um nachzudenken, wo überall politisch-wirtschaftliche Unordnung herrscht, wo Gefahren drohen, wo deshalb die Menschen immer unzufriedener werden (man könnte auch verkürzt sagen: Wo die Kacke am dampfen ist). Da kommt einiges zusammen – tendenziell immer mehr. Anschließend werden Sie vielleicht erkennen, dass die angeblich so sensiblen Finanzmärkte bisher noch ziemlich gelassen geblieben sind. Denn es wären durchaus schärfere Kursreaktionen auf die Krisen denkbar – doch kann das noch kommen! Der letzte Tag des Wonnemonats könnte so etwas wie ein Vorgeschmack gewesen sein.


Die Erde zittert, ab er sie bebt noch nicht. Und man muss schon ein sturer Optimist sein, wenn man ein Erdbeben ausschließt: Nur ein paar Fragezeichen: Was wird aus der CDU, der SPD, aus Paris, Wien, Rom, aus dem Brexit, aus Europa, aus dem Nahen und Mittleren Osten, aus Trump, aus der US-Konjunktur, aus Mexiko, aus Venezuela, aus den amerikanisch-chinesischen Handelsbeziehungen, aus den Gesprächen mit Nordkorea usw., usw.


Zum Wochenausklang schlotterten auch den Börsianern die Knie. Neue Hiobsbotschaften vom Handelsstreit der USA mit anderen Ländern haben den Dax stark ins Minus gedrückt. Ähnlich das Bild an der Wall Street. Andererseits hat die Suche nach Sicherheit hat die Anleger weiter in Staatsanleihen getrieben. In Deutschland erreichte der Zins für zehnjährige Bundesanleihen ein Rekordtief von minus 0,21 Prozent! Und das lange glanzlose Gold wurde deutlich teurer, übersprang vehement wieder die Marke von 1.300 Dollar je Feinunze.


In diesem Umfeld machen konkrete Marktprognosen wenig Sinn. Selbst „Was-passiert-wenn-Gedankenspiele“ bleiben Spekulation. Auf lange Sicht (drei Jahre und mehr) würde ich – wenn überhaupt – auch und gerade bei weiteren Kursrückschlägen weiter in Aktien (liefern Performance) investieren und parallel physisches Gold (als Sicherheit für Katastrophen) aufstocken. Dafür kann man Staatsanleihen abbauen (falls noch nicht geschehen).


PS: Ich habe gestern erstmals in diesem Jahr einen großen Pott vollroter, süßer und saftiger Erdbeeren genossen. Und von den Erdbeeren bin ich auf Erdbeben gekommen. Noch ein Wortspiel gefällig, geschätzte Anleger? Ob Bullen oder Bären – lassen Sie sich jetzt die Beeren schmecken!

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