Aktien oder Immobilien? Das ist hier die Frage


Die Headline hat mich sofort gelockt, weil Anlagestrategien zu meinen favorisierten Themen gehören: „Aktien oder Immobilien – was ist die bessere Anlage?" Wieder einmal ein pauschales Patentrezept? Nein, sondern erfreulicherweise eine intelligente, neutrale Betrachtung durch das Financial Planning Standards Board Deutschland. Ergebnis: Die Analyse bestätigt meinen seit langem und wiederholt beschriebenen Grundsatz vom Sowohl-als-auch anstelle des oft praktizierten Entweder-oder (das gilt nicht nur für die Geldanlage).


Aktie oder Immobilie? „Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht, da beide Anlageformen ihre Vor- und Nachteile haben“, sagt Professor Dr. Rolf Tilmes, Chef des FPSB Deutschland. Recht hat er! Denn jeder Anleger bringt andere individuelle Voraussetzungen mit. Deshalb passt nicht zu jedem das gleiche Portfolio. Das klingt trivial, ist es aber gewiss nicht. Allzu oft werden Empfehlungen ausgesprochen, die allgemein gültig formuliert und nicht nach Anlegertyp zugeordnet sind. Vielmehr sollten gerade Privatanleger von ihrer persönlichen Risikoneigung und ihren Anlagezielen ausgehen, eine langfristige Finanzplanung erstellen und erst dann die jeweils ins Portfolio passenden Anlageformen und -instrumente wählen. Der eine wird Haus und Grund favorisieren, der andere wählt Aktien als Kerninvestment. Nicht selten können auch beide Assets passen.


Leider haben Aktien haben hierzulande einen schweren Stand. Bei einer Umfrage zu den beliebtesten Geldanlagen wurden Spareinlagen bei Banken und Sparbücher sowie das Girokonto von 45 und 40 Prozent der Befragten am häufigsten genannt. Dahinter folgen Renten- und Kapitallebensversicherungen sowie das Bausparen und dann mit 22 Prozent die Immobilie. Fast ganz am Ende aber steht die Aktie mit gerade einmal 15 Prozent. Daran hat sich in den vergangenen Jahren trotz der schier endlosen Nahe-Null-Zinsphase nichts geändert.


Dass dem so ist, überrascht den Wissenschaftler zunächst einmal nicht: „Wir stellen auch fest, dass deutsche Sparer stark auf Sicherheit ausgerichtet sind und die fanden sie in der Vergangenheit beim Sparbuch.“ Heute bringen Spareinlagen allerdings nur eines mit Sicherheit – reale Verluste. Dagegen haben sich die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren bekanntlich steil nach oben entwickelt. Aktien weisen ebenfalls eine glänzende Performance auf. Diese Form der Beteiligung am Produktivkapital der Wirtschaft ist für mich – abgesehen von der selbstgenutzten Immobilie – jetzt eindeutig die bevorzugte langfristige Anlageklasse.

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