Ein deutscher Hoffnungsschimmer

Enttäuschende Stimmungsindikatoren am vergangenen Wochenende bei uns, aber auch in den USA. Die Aktienmärkte gaben daraufhin deutlich nach. Die kurzfristigen Zinsen sanken erneut, die langfristigen sogar noch stärker. Der Zinsunterschied zwischen US-Treasuries mit zehn Jahren und T-Bills mit drei Monaten Laufzeit wurde kurzzeitig negativ. Das gilt als bedenklich, da dieser beliebte Rezessionsindikator, den auch die Fed beobachtet, letztmalig 2007 auf Rot stand. In der Vergangenheit kam es durchschnittlich 21 Monate nach Inversion der Zinsstrukturkurve zu einer Rezession. Kommentieren die Deutsche-Bank-Strategen: Solche Statistiken sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Die Rezessionen von 1957 und 1960 konnten nicht an der Kurve abgelesen werden und 1966 gab sie gar ein falsches Signal.


Und jetzt die Überraschung aus München: Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich wieder etwas aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im März von 98,7 auf 99,6 Punkte gestiegen. Noch kein Brüller, aber immerhin der erste Anstieg nach zuletzt sechs Rückgängen in Folge. Die Unternehmen sind etwas zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Sie blicken zudem merklich optimistischer auf die kommenden sechs Monate. Folgern die Forscher nach ihrer Umfrage unter rund 9.000 Unternehmen: „Die deutsche Wirtschaft stemmt sich dem Abschwung entgegen.“ Klingt gut. Der Dax hat sich daraufhin spontan gefangen, mehr aber (noch) nicht.

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