Keine Angst vor Aktien!

Die Konjunkturindikatoren aus aller Welt bleiben uneinheitlich, diffus, teils widersprüchlich. Nahezu jede neue Meldung ist interpretationsbedürftig, nichts scheint klar. Das gilt insbesondere für die Frage, ob eine Rezession naht oder nicht - Deutschland ist trotz deutlicher Verschlechterung der BIP-Zahlen Ende 2018 noch knapp vorbeigeschrammt.


Nicht gerade ermutigend die Titelgeschichte im Handelsblatt vom Donnerstag mit der spektakulären Überschrift „Angst vor der Aktie“: Zehn Jahre nach der Finanzkrise geht bei Großinvestoren die Furcht vor fallenden Kursen um. Gesucht werden Alternativen wie Immobilien und Beteiligungskapital. Wie ernst ist das zu nehmen? Die Sorge, dass die Konjunktur kippen könnte, ist für die weltweit größten Investoren Grund genug, die Risiken in ihren Portfolios herunterzufahren und Aktien zu verkaufen. Gleichzeitig bauen die Großanleger ihr Engagement in alternativen Märkten abseits der Börsen aus. So sieht das Ergebnis der jährlichen Umfrage des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock unter 230 wichtigen Investoren aus. Angesichts der allgemeinen Verunsicherung versuchen die Großanleger, ihre Portfolios krisenresistenter zu machen, und das bedeutet weniger Aktien. Vermögensverwalter Vanguard erwartet ebenfalls deutlich geringere Renditen mit Aktien.


Bitte keine Panik Denn bekanntlich ist Angst (wie umgekehrt die Gier) ein schlechter Ratgeber für Anleger. Das gilt natürlich auch für das Big Money. Das Dumme ist aber, dass die Großen mit ihrem Verhalten die Marktentwicklung entscheidend bestimmen: Wenn diese Investoren ängstlich aussteigen, bedeutet das Druck auf die Aktienkurse. Herdentrieb. Es gibt aber auch die alte Börsenweisheit, wenn alle auf einer Seite stehen, solltest du auf die andere Seite gehen – also folge nicht unüberlegt der Herde. Übrigens bezweifle ich, dass die großen Vermögensverwalter auch wirklich so handeln, wie sie es in einer Umfrage behaupten.


Derartige Umfragen von absoluten Topadressen sind natürlich eindrucksvoll. Doch können wir auch durch die übrigen Stimmungserhebungen beobachten, wie oft sich das „Sentiment“ verändert bzw. wie oft es wechselt. Alles ist im digitalen Zeitalter viel schneller und damit kurzlebiger geworden. Deshalb gehen die großen Investoren schneller rein und raus. Ich würde wachsam und vorsichtig bleiben, Gewinne teilweise realisieren und das Depot gegen stärkere Verluste absichern (soweit noch nicht geschehen) – aber mich nicht von den Aktienbeständen insgesamt trennen (von langfristigen Investments schon gar nicht). Und so bleibt die Dreiteilung in Aktien – Gold – Cash meine Anlageempfehlung.


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