Mutige machen beim Dax wieder mit

Den Mutigen gehört die Börsenwelt – vielleicht gilt das auch jetzt. Vielleicht. Denn die heutigen Daten machen tatsächlich Mut. Sie ändern zwar nichts an meiner persönlichen Skepsis (wegen der anhaltenden unberechenbaren geo- und wirtschaftspolitischen Risiken), doch können optimistische Anleger durchaus auf ein absehbares Ende der weltwirtschaftlichen Delle setzen – sinnvollerweise nicht mit vollem Kapitaleinsatz einsteigen, sondern nur mit einem Teil des verfügbaren frischen Kapitals. Interessant wird technisch gesehen sein, ob der gleitende 200-Tage-Durchschnitt des Dax bei 11.800 Punkten nach oben durchstoßen wird.

Fundamental gibt es zwei neue Einschätzungen: Die Ökonomen und Regierungsberater erwarten in diesem Jahr nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent, wie der Sachverständigenrat (SVR) am Dienstag in seiner neuen Prognose mitteilte. Im November hatten die Experten noch plus 1,5 Prozent vorhergesagt. “Die Hochkonjunktur der deutschen Wirtschaft ist vorerst vorüber”, sagte der Chef des Gremiums, Christoph Schmidt. “Eine Rezession ist angesichts der robusten Binnenkonjunktur aber aktuell nicht zu erwarten.” Im nächsten Jahr dürfte die Wirtschaft um 1,7 Prozent zulegen - vor allem wegen deutlich mehr Arbeitstagen. Bereinigt um diesen Effekt werde das Wachstum bei 1,3 Prozent liegen. Das klingt doch nicht schlecht.

Noch besser liest sich die neue ZEW-Umfrage: „Konjunkturerwartungen steigen deutlich an.“ Denn die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im März 2019 um 9,8 Punkte deutlich an. Der neue Wert nun bei minus 3,6 Punkten. Die Konjunkturerwartungen bleiben zwar weiterhin unterhalb des langfristigen Durchschnitts von 22,2 Punkten, die Einschätzungen zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung sind jedoch inzwischen weniger pessimistisch als noch vor ein oder zwei Monaten. Der deutliche Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen zeigt, dass wichtige konjunkturelle Risiken weniger dramatisch eingeschätzt werden. Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen ebenfalls kräftig an.

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