Nach der Wahl: Auf Nachhaltigkeit setzen

Hier und heute noch kein endgültiges Urteil der Europa-Wahlen – ihre Ergebnisse zeigen keinen eindeutigen Gesamttrend. Aber ich habe jetzt noch größere Sorge über die künftige Rolle Europas im globalen Spiel der Mächte. Denn die strategischen Entscheidungen werden künftig noch länger dauern, weil die kontroversen Diskussionen der politisch Verantwortlichen noch zunehmen werden – Europa wird langsamer. Ja, hat Europa nach der Brexit-Groteske überhaupt eine Zukunft?


Dem steht eine Entwicklung gegenüber, die Mut macht: das massiv zunehmende politische Engagement der Jugend und die hohe Wahlbeteiligung. Die Jungwähler haben die europäische Landschaft verändert. Und die alten Volksparteien sind es eigentlich nicht mehr, sind keine Volksparteien mehr im alten Sinn. Jedenfalls bei uns. Ob das die Berliner GroKo bewegen wird? Was jetzt geschieht (oder nicht) muss uns alle interessieren und wird auch Spuren in der Börsenwelt hinterlassen. Denn jetzt müssen sich alle Politiker ernsthaft mit Klima- und Umweltschutz auseinandersetzen – und etwas dafür tun! Nicht nur die Grünen machen Dampf.


Man könnte auch sagen, die Börse sei schon weiter, denn Nachhaltigkeit beschäftigt die Profis am laufenden Band. Das sieht man schon an den entsprechenden Marktanalysen und an neuen Produkten: Nachhaltige Fonds (einschließlich ETFs) beispielsweise sind längst in Mode gekommen. Was früher als „Grünes Geld“ für ein gutes Gewissen der Kapitalisten bezeichnet wurde, sind heute konkurrenzfähige Investments mit attraktiven Renditen. Internationale Investmentstrategen setzen vor allem auf sogenannte ESG-Faktoren, das sind Unternehmen, die in puncto Umweltschutz, Soziales und Unternehmensführung (ESG) höchste Standards erfüllen. Wichtig sind dabei die Impact-Ziele – man favorisiert Unternehmen, deren Produkte und Lösungen eine messbare soziale oder ökologische Wirkung versprechen. Und dann gibt’s natürlich Ausschlusskriterien für Aktiengesellschaften, die in umstrittenen Sektoren wie fossilen Brennstoffen, Tabak oder Waffen tätig sind und deshalb für eine Anlage nicht infrage kommen.

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