onvista-Börsenfuchs: Rrrrums - jetzt hat's gekracht

Jetzt hat’s gekracht. Also doch. Mehr als 500 Dax-Punkte in kürzester Zeit sind in meinen Augen aber noch kein Börsen-Crash. Wir erleben zunächst einmal die Eigendynamik der Finanzmärkte. Die entwickelt sich durch den Herdentrieb, der plötzlich durch irgendwas ausgelöst werden kann. Das Virus ist diesmal schuld, denn es droht sich weiter auszubreiten und dadurch auch die Weltwirtschaft folgenschwer zu belasten. Haben die Börsianer etwa gepennt, haben sie das Risiko der Pandemie falsch eingeschätzt? Erste selbstkritische Stimmen sind heute schon früh laut geworden. Wer von Euch vertraut jetzt noch den Volkswirten und Analysten?


Aber auch viele Vertreter der Wirtschaft haben ziemlich spät Alarm geschlagen. Der vorhin vom Münchner Ifo-Institut veröffentlichte monatliche Index zeigt das. Noch am Freitag formulierten namhafte Analysten: „Für das Ifo-Geschäftsklima im Februar erwarten wir einen Rückgang, der sich sowohl in der Lageeinschätzung als auch in den Erwartungen wiederfinden sollte.“ Knapp daneben, Ihr Experten! Denn tatsächlich hat sich die Stimmung in den deutschen Chefetagen leicht aufgehellt. Zwar schätzten die Unternehmen ihre Lage etwas schlechter ein. Doch blicken sie weniger pessimistisch auf die kommenden sechs Monate. Resümieren die Forscher: „Die deutsche Wirtschaft scheint von der Entwicklung rund um das Corona-Virus unbeeindruckt.“


Wichtig zu wissen: Dieser Indikator basiert auf ca. 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes. Die Umfrage wurde am vergangenen Freitag geschlossen. Aber Achtung! Die größte Zahl der Meldungen geht schon in der ersten Monatshälfte ein. Mit anderen Worten: Würden unsere Manager heute gefragt, käme dabei sicher was anderes raus.


Aktien weiter runter, Gold weiter rauf? Keiner weiß das. Es ist gut möglich, aber alle Preisprognosen werden jetzt noch wackliger als sonst. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten von Euch, meine Freunde, ihre Positionen durch Gewinnmitnahmen schon abgebaut haben. Außerdem empfehle ich seit Monaten den Kauf des edlen Metalls und bleibe dabei. Gefährlich ist es, schon jetzt mutig (= übermütig?) in die schwachen Kurse massiv zu investieren – Ihr solltet besser nicht in das fallende Messer greifen, sondern noch abwarten!

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