Stimmung und Kurse sind besser als das Umfeld der Börse

Na, wie stehen die Aktien? Wer das im übertragenen Sinn einen Bekannten fragt, will von dem in aller Regel wissen, wie’s ihm gerade geht. Im wörtlichen Sinn interessiert dagegen mehr der Blick in die Zukunft: Was wird aus den Aktienkursen in den kommenden Wochen und Monaten? Antwort: Momentan sieht’s gut aus, die Börse ist erstaunlich stabil und widerstandsfähig, schon fast langweilig schön. Und das, obwohl die wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Fragezeichen im Umfeld der Märkte noch nicht durch Ausrufezeichen ersetzt worden sind. Vieles bleibt im Nebel oder wird verschoben. Und das kann noch eine ganze Zeit lang so weitergehen.


Verhaltensforscher stellen sich jetzt die Frage, ob sich bei deutschen Aktien eine negative Entwicklung wie Ende 2018 wiederholen könnte. Ergebnis: Bisher spricht wenig für eine Wiederholung der schwachen Aktienkursentwicklung. Anders sieht das bei Bonds aus! Im Gegensatz zum Bias von Aktien ist das Grundvertrauen der Anleger in Euroland-Anleihen zuletzt stark unter Druck gekommen. Eine solche Entwicklung deutet auf eine zunehmende Verkaufsbereitschaft hin. Bedenkt man zudem, dass die Anleger relativ hoch in Rentenwerten (der Begriff ist eigentlich überholt) investiert sind, dann entsteht dadurch ein erhöhtes Risikopotential. Bislang halten sich die Anleger noch mit größeren Abgaben zurück.

Jüngste Umfragen unter institutionellen Investoren bestätigen diese Einschätzung. Angesichts eines „schwierigen politischen und wirtschaftlichen Umfelds“ (eine total milde Formulierung) planen internationale Profis die „Erhöhung ihrer Allokation in Real Assets-Anlagen“ in den nächsten zwölf Monaten – also eine weitere Verstärkung der Sachwerte in ihren Portfolios. Nachhaltige Investments sind bei Versicherungen und Pensionskassen für die Zukunft angesagt sowie vielfältige Strategien bei der Mischung (Beispiele): direkte Immobilienanlagen, Infrastrukturaktien und strukturierte Finanzierungen. Andere internationale Umfragen kommen sogar zu noch konkreteren Resultaten: Obwohl man keine nennenswerte Belebung des Weltwirtschaftswachstums erwartet, nimmt die Risikobereitschaft mit Blick auf 2020 sogar noch zu: Großanleger wollen ihre Aktienbestände weiter aufstocken!


Zum wiederholten Mal, geschätzte Anleger: Auch Sie sollten sich auf Real Assets konzentrieren – d.h. in erster Linie auf Immobilien, Aktien/Private Equity und Gold. Da hat man schon die Qual der Wahl. Wenn Sie sich aber partout nicht entscheiden können, dann verschieben Sie die nächsten Anlageschritte einfach.

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