Strategie im Börsencrash - Gehen Sie getrennte Wege!

Wer als Anleger frühzeitig agiert oder mittlerweile reagiert hat, muss jetzt nicht mehr in hektischen Aktionismus verfallen. Abwarten und zuschauen ist angesagt – auch wenn’s schwerfällt. Aber das gilt eben nur für einen Teil der privaten und professionellen Börsianer. Andere suchen nervös nach passenden taktischen Empfehlungen oder verlockenden heißen Tipps. Mir kommt es allerdings auch und gerade jetzt auf die Betonung der Individualität an. Den Anleger gibt es nicht. Zudem sollte jeder erkennen, dass Vergleiche mit früheren Crash-Zyklen nicht weiterhelfen. Wir wissen nämlich noch viel zu wenig über den Verlauf der lebensgefährlichen Infektion und ihre Folgen. Auch für den Mensch als Anleger gilt: Neben Sie die Viruspandemie ernst!


Unter den mittlerweile zahlenmäßig wieder zunehmenden Analysen, Ansichten und Prognosen sei das Fazit einer Sonderausgabe der M.M Warburg-Strategen zitiert, die ich gerne unterstreiche: Wir bleiben dabei: Optimismus ist eine gute Eigenschaft, aber an Kapitalmärkten ist jetzt eher Realismus gefragt. Und bei realistischer Betrachtung spricht viel dafür, dass die nächsten Wochen und Monate turbulent bleiben werden. Wer allerdings ein wenig die Nerven behält, für den eröffnen sich im Laufe der nächsten Monate Investmentchancen, die man im Leben so vielleicht nur einige Male hat – davon sind wir fest überzeugt. Aber noch ist es nicht so weit.


Zu welcher Gruppe von privaten Anlegern Sie auch gehören, geschätzte Leser, denken Sie einmal darüber nach, wie man grundsätzlich seine Selbstdisziplin fördern und damit die Gefahr von eigenem Fehlverhalten verringern kann. Ein Weg, den ich seit der Zeit nach dem Platzten der Dotcom-Blase vor 20 Jahren beschreibe, ist die Trennung unterschiedlicher Anlageziele in verschiedenen Töpfen (= Konten). Denn ungezählte Anleger haben damals gierig ihre Gelder hin und her geschoben, Beispiel: Selbst Jugendliche und ganze Schulklassen investierten Gespartes plötzlich in Aktien, die sie gar nicht kannten. Und erwachsende Bundesbürger nutzten ihre Mittel der Altersvorsorge, um in Werte wie Infineon zu spekulieren. Erfreulich war, dass die Zahl der Aktionäre in Deutschland stieg. Doch zogen sich danach die frustrierten „Neubörsianer“ wieder vom Aktienmarkt zurück und legten aufs Konto, was übriggeblieben war.


Aufgrund solcher Erfahrungen empfehle ich auch heute eine Dreiteilung, wenn diese in Frage kommt. So sollte ein Konto ausschließlich der ganz langfristigen Vorsorge dienen. Ein zweites verwaltet Gelder für die „normale“ mittelfristige Aktienanlage (mit etwa zwei bis fünf Jahren Anlagehorizont), von der man sich eine ordentliche Rendite verspricht. Und der dritte Topf (mit dem in aller Regel kleinsten Volumen) sei für die kurzfristige Spekulation reserviert. Wer Lust und Zeit hat, kann natürlich noch ein weiteres Fenster für das extrem kurzfristige Trading öffnen. Aber Achtung: Trading erfordert ein spezielles Know-how.

Für jeden gilt aktuell: Tun Sie alles, um gesund zu bleiben!

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